Wrigley, Eduard, Bäschteli und …?

 

Wis­sen Sie, was an viert­er Stelle kommt?

Erin­nern Sie sich an den Namen?

Er begin­nt mit E.

E‑u- …

Oder wis­sen Sie, woher diese Namen stammen?

Aus  einem Buch von 1955.

Vielle­icht ken­nen Sie auch den gle­ich­nami­gen Film von 2005? Er ist mit rund 580’000 Kinoein­trit­ten der drit­ter­fol­gre­ich­ste Schweiz­er Film seit Beginn der ver­gle­ich­baren Sta­tis­tik von 1976.

E‑u-g …

Der Autor war Klaus Schädelin. Er schuf damit eines der erfol­gre­ich­sten Schweiz­er Kinder­büch­er über­haupt. Der Ver­lag spricht von über 250’000 verkauften Exem­plaren. 2025 erschien die 34. Auflage.

E‑u-g‑e …

Bemerkenswert ist, dass dieses Buch noch heute liefer­bar ist – und auch gekauft wird.

Eugen!

Eugen ist die Haupt­fig­ur im Buch «Mein Name ist Eugen». Er erlebt zusam­men mit seinen Fre­un­den Wrigley, Eduard und Bäschteli im Bern der 1950er-Jahre eine Rei­he wilder Stre­iche und Aben­teuer. Schliesslich machen sie sich auf eine aben­teuer­liche Reise quer durch die Schweiz, um den sagen­haften Frit­zli Büh­ler, den König der Laus­buben, zu find­en. Dabei ger­at­en sie immer wieder in Schwierigkeit­en, hal­ten aber als Fre­unde zusammen.

 

Sirupkatastrophe in der Holzklasse

In ein­er Buch­szene reisen sie mit den Pfadfind­ern im Zug ins Tessin – und zwar in der Holzk­lasse. Das war damals die 3. Klasse der SBB. Die steilen Sitzbänke bestanden aus einzel­nen Hol­zlat­ten und nach ein­er lan­gen Fahrt schmerzte einem der Rück­en. Auf der Fahrt in den Süden hän­gen die Jungs eine 25-Liter-Sirupflasche im Mit­tel­gang auf, um durch deren Kreis­be­we­gung zu beweisen, dass der Zug durch die Kehrtun­nel von Wassen fährt. Das Exper­i­ment endete in ein­er Sirupkatastrophe.

Und ich verkaufe seit neustem auch Sirup … oder wieso erzäh­le ich Ihnen diese Geschichte?

Wegen der Holzklasse.

Dieser Begriff beze­ich­net in der Regel die ein­fach­ste Form oder spär­lich­ste Aus­führung von etwas. Meist ist mit Holzk­lasse auch etwas eher Unbe­quemes gemeint.

«Ein­spruch, Euer Ehren!», heisst es in den Fil­men, wenn der Vertei­di­ger mit den Aus­führun­gen des Staat­san­walts nicht ein­ver­standen ist.

Und ich erhebe Ein­spruch gegen die Behaup­tung, dass die heutige Holzk­lasse unbe­quem sei.

Sie ist sog­ar sehr bequem. Wenn man richtig wählt.

 

Bequeme Holzstühle

In meinem Sor­ti­ment habe ich Holzstüh­le, zum Beispiel von HORGENGLARUS, von­RICK­EN­BACH und öko trend. Sie geben neben jedem Tisch eine gute Fig­ur ab und sind auch nach Mit­ter­nacht noch komfortabel.

Die drei genan­nten Her­steller pro­duzieren ihre Stüh­le in der Schweiz und set­zen dabei soweit wie möglich auf heimis­ches Holz. Solche Pro­duk­te kön­nen jed­erzeit aufge­frischt wer­den und erhal­ten ein zweites oder drittes Leben. Vor kurzem hat mir ein Fre­und erzählt, dass er den Holz­gar­ten­tisch auf­bere­it­et habe, und der näch­ste Besuch habe gemeint, der Tisch sei neu. So etwas beze­ichne ich als echt nachhaltig.

Die Holzstüh­le der öko trend-Eigen­marke wer­den von ein­er kleinen Man­u­fak­tur in Avench­es pro­duziert, von­RICK­EN­BACH ist ein 1910 gegrün­detes Fam­i­lienun­ternehmen aus dem Muo­tathal, HORGENGLARUS existiert sog­ar schon seit 1880 und pub­liziert in der Fir­men­philoso­phie Wörter wie Kreis­laufwirtschaft, Gen­er­a­tio­nen­pass, Reparatur oder Rückkauf.

 

So werden Holzstühle produziert

Alle Holzs­tuh­lanbi­eter nutzen mod­erne Tech­nolo­gie, gle­ich­wohl steckt in jedem einzel­nen Stuhl neben viel Herzblut einiges an Han­dar­beit. Vor rund zwei Jahren habe ich HORGENGLARUS besichtigt und war total begeis­tert. Die fol­gen­den Videos geben Ihnen einen beispiel­haften Ein­blick in die Arbeitsweise dieser Fir­men (alle von HORGENGLARUS). Sie bekom­men unter anderem einen Ein­blick in die grund­sät­zliche Arbeitsweise, erleben mit, wie Mas­sivholz gebo­gen wird ((dieses Video braucht es nicht, es steckt schon im anderen)) oder wie man einen Holzs­tuhl restau­ri­ert.

Übri­gens gibt es bis heute in den meis­ten Restau­rants Holzstüh­le, und ich habe das Gefühl, dass sich die Gäste dur­chaus sehr wohl fühlen.

Impressionen aus der Produktion bei HORGENGLARUS

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Holzstuhl-Probesitzen

Wenn Sie inter­essiert, aber unsich­er sind, schlage ich vor, dass Sie meine Ausstel­lung in Sem­pach Sta­tion besuchen, sich berat­en lassen und aus­giebig Probe sitzen. Nehmen Sie ein Buch mit und machen Sie es sich für ein paar Stun­den gemütlich 😉, so find­en Sie am besten her­aus, ob Ihnen etwas zusagt. Alter­na­tiv geniessen Sie probe­sitzend auf einem Holzs­tuhl oder Sofa respek­tive pro­beliegend auf einem Bett einen lusti­gen Auszug aus dem Film «Mein Name ist Eugen» ((https://www.youtube.com/watch?v=U1ibp_8fhs4)) – oder auch zwei ((https://www.youtube.com/watch?v=BxBAaOqpi_M))

 

Nun freue ich mich, Sie in zwei Wochen zum HEIMisch-Blog Num­mer 164 – «Carpe Diem» – wieder dabei zu haben.

 

Bis bald!

 

Ihr Bern­hard Heim

Schlaf- und Wohn­ber­ater und Holzklässler

 

 

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